Exakt eine Woche nach der Rückreise von der @HeimbrauConvention komme ich nun endlich dazu, meine Eindrücke und Emotionen mal ein bisschen Revue passieren zu lassen.
Die HBCon26 war für mich eine ganz besondere. Viel Arbeit wie immer – aber mit großen Träumen, die da in Erfüllung gingen! Ich bin immer noch ganz beseelt…
Am Donnerstag stand zunächst einmal die wie immer komplett überladene Anreise an – diesmal aber zusammen mit meiner Frau. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, ihr mein Herzensprojekt der letzten Jahre und die Menschen, die damit verbunden sind, mal aus der Nähe zeigen zu können.
Besonders ist jedes Jahr die Wiedervereinigung mit dem Team, das ja fast das gesamte Jahr ausschließlich remote und digital miteinander arbeitet, um dieses Event im Ehrenamt auf die Beine zu stellen. Wir haben gut geplant und die Vorbereitung und den Aufbau in den 4 Locations damit ziemlich geschmeidig und koordiniert über die Bühne gebracht. Das Team-interne Warm-up danach ist immer das erste Highlight mit einigen Raritäten, die da unter Gleichgesinnten und ausgelassener Stimmung geteilt werden.
Der Freitag ist Teilnehmer-Anreisetag mit letzten Erledigungen und Vorbereitungen vor dem Check-in ab 14 Uhr. Für mich dieses mal besonders hektisch waren die 3 Begrüßungen hintereinander: zunächst die der 29 internationalen Speaker*innen, dann die große Begrüßung mit Daniel Stenglein aka ungespundet auf der Zeltbühne und dann mit Jan Brücklmeier und Florian Erdel aka Chaos Homebrewing/brautag!-Podcast im Salon unserer Gastregion Flandern & Milk the Funk.
Mein Bier – Dein Bier wie immer ein wuseliger Traum – diesmal mit den fantastischen Menschen, die Visitflanders wieder mitgebracht haben, aber fast unglaublich: Die Legende Frank Boon von der Brouwerij Boon und den einzigartigen Frédéric Van Tricht von den Kaasaffineurs Van Tricht aus Antwerpen sowie den nicht minder sympathischen Wouter van den Bosch von der Trappistenbrauerei Westmalle im ehrwürdigen Renaissancezimmer des Schloß Romrod schen überwältigt, wenn ich daran denke, was da passiert ist.
Die brutale Promidichte übersetzte sich dann natürlich nahtlos auf Jans und mein Baby, den Brewer’s Campus am Samstag, mit Namen, die die Vorgenannten nicht nur ergänzen: Ron Pattinson, Lars Marius Garshol, Philipp Overberg, Michael Zepf – um hier nur einige zu nennen. Einziges Problem wie jedes Jahr: man kann nicht immer überall sein!
So ist mein größter Wermutstropfen in diesem Jahr sicher das lange in der Vorbereitung begleitete, dann aber komplett verpasste Bierpairing-Menü, das Edwin Liebmann und Bastian Oberwalder von der Brauerei Lemke hochklassig verstärkt durch den Koch Christopher Reiland, auf die Beine gestellt haben. 4 fantastische Gänge mit 4 extra darauf abgestimmten und exklusiv eingebrauten Bieren – einfach einzigartig! Nunja – bisschen Schwund ist immer…
Viel wichtiger ist, was bleibt: so viele tolle Gespräche und Momente mit Leuten, die ich hier alle noch erwähnen wollte, allein: es reicht der Platz dazu nicht…!
Aber ihr wisst ja, wo wir einander begegnet sind, was wir für das Event getan haben. Ich freue mich auf die nächste Begegnung – mit jedem und Jeder einzelnen von euch. Danke an alle, die an der einen oder anderen Stelle zum Gelingen beigetragen haben!
Nicht zuletzt ist das natürlich die tolle Community selbst. Am Sonntag ist es uns – durch die großzügigen Loskäufe bei der Tombola, sowie die üppigen Gebote beim neuen Auktionsformat Raritäten für Moneten am komplett neu Gedachten Community Sonntag satte 4.000 € Spende übergeben an die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg e.V., die eine wichtige aber leider wie so oft unterfinanzierte Arbeit machen.
So toll die letzten 4 Jahre waren: jetzt brauche ich erstmal eine Pause. Eine richtige – ich habe mich für ein HBCon-Sabbatical entschieden. Nicht wie die Jahre zuvor direkt wieder in die nächste HBCon-Planung tauchen.
Zeit für Familie und andere, aufgeschobene Projekte. Endlich auch mal wieder selber brauen und Tastings anbieten z.B. – wir sehen uns! Dann vielleicht endlich mal mit ein bisschen Zeit für ein ausgedehntes Gespräch bei einem Bier in genießender Ruhe.
Ich freue mich drauf!
Cheers,
Ben






